Location: Summerstage

Lesezeit: 20:00 Uhr

© Julia Maetzl

Stefan Slupetzky,

1962 in Wien geboren, schrieb und illustrierte mehr als ein Dutzend Kinder- und Jugendbücher, für die er zahlreiche Preise erhielt.
Seit einiger Zeit widmet er sich vorwiegend der Literatur für Erwachsene und verfasst Bühnenstücke, Kurzgeschichten und Romane. Für den ersten Krimi um seinen Antihelden Leopold Wallisch, «Der Fall des Lemming», erhielt Stefan Slupetzky 2005 den Glauser-Preis, für «Lemmings Himmelfahrt» den Burgdorfer Krimipreis. «Lemmings Zorn» wurde 2010 mit dem Leo-Perutz-Preis ausgezeichnet. Im selben Jahr gründete Slupetzky ein Wienerliedtrio, das Trio Lepschi, mit dem er seither als Texter und Sänger durch die Lande tourt. Stefan Slupetzky lebt mit seiner Familie in Wien.

Im Netz des Lemming, Haymon Taschenbuch

Der Lemming versteht sie nicht mehr, die Welt. Und noch weniger versteht er das Kauderwelsch aus Internet-Sprache und Englisch, das sein Sohn Ben mit seinem Freund Mario spricht. Als der Lemming sich mit ebendiesem Mario durch Zufall eine Straßenbahn teilt, passiert das Unfassbare: Nach einem Blick auf sein Handy rennt der Bub unvermittelt aus der Bahn und begeht Suizid. Eine endlos scheinende Sekunde lang steht die Welt für den Lemming still. Als er wieder zu sich kommt, hat sie sich schon erbarmungslos schnell weitergedreht: Ein Shitstorm ist nun auch über ihn hereingebrochen. In den Medien wird er als Schuldiger gebrandmarkt. Plötzlich sind sein Foto und sein Name überall.