Location: Cafe Weimar

Lesezeit: 20:00 Uhr

EINE GESCHICHTE DES DROHENS UND ERPRESSENS, Brandstätter Verlag

Sie kommen aus dem Dunkel der Anonymität und dringen in die Schutzzonen des Privaten ein: Droh- und Erpresserbriefe. Diese bösen Briefe faszinieren mitunter durch ihre Raffinesse, oft schockieren sie durch ihre Brutalität – und manchmal reizen sie zum Lachen, durch ihre Absurdität und kindliche Mitteilsamkeit.
Ernst Strouhal und Christoph Winder sind erstmals in diese Kältekammern der Briefkultur vorgedrungen. Entlang von berühmten Fällen der Kriminalgeschichte, Beispielen aus Film und Literatur, aber auch kaum bekannten Fallgeschichten erzählen sie von den sprachlichen und gestalterischen Strategien der Täter ebenso wie vom zeitbedingten Wandel ihrer Methoden und Ziele. Besonderes Augenmerk gilt auch den Erfolgen – und Irrtümern – der Kriminalisten, die das Maskenspiel der anonymen Schreiber mit immer raffinierteren Methoden bekämpfen.
Ungewöhnliche Fundstücke aus den verborgenen Archiven von Kriminalämtern und Privatsammlungen illustrieren diese Forschungsreise in die Kulturgeschichte der bösen Briefe.

Christoph Winder,

ist Redakteur und Kolumnist für die österreichische Tageszeitung Der Standard (Krisenkolumne „Da muss man durch“). Als Buchautor veröffentlichte er zuletzt: Das unanständige Lexikon (gemeinsam mit Robert Sedlacek).

Ernst Strouhal,

unterrichtet an der Universität für angewandte Kunst Wien, bei Brandstätter erschienen die Bücher Zoo der imaginären Tiere (2013) sowie Die Welt im Spiel (2015).