Location: Café Schwarzenberg

Lesezeit: 19:30 Uhr

Christian Mähr,

wurde 1952 in Nofels geboren. Das ist ein kleiner Ort in Vorarlberg, nahe der Grenze zur Schweiz. Aufgewachsen ist er in Feldkirch. Nachdem er das humanistische Gymnasium besucht und 1970 maturiert hat, begann er danach in Innsbruck Chemie zu studieren. Abschluss mit einer Promotion in Organischer Chemie, hat er den Beruf eines Chemikers aber nie ausgeübt. Nach dem Zivildienst beim Roten Kreuz in Innsbruck fing er an, für den ORF zu arbeiten, vor allem für das Landesstudio Vorarlberg und für den Kultursender Ö1. Von 1982 bis 2010 war er als ständiger freier Mitarbeiter in den Bereichen Umwelt und Wissenschaft tätig, seither als freier Schriftsteller.

ABER DAS BILD WAR NOCH DA

Der namhafte Politiker Oswald Obwalter hätte nie versuchen sollen, einen Roman zu schreiben. Das zeigt sich, als er den Krimiautor Martin Fries niederschlägt und damit Amt und Karriere verliert. Aber einfach aufgeben liegt nicht in Oswalds Natur, ebensowenig wie in der seiner Frau Lukrezia, die ihre eigenen Pläne spinnt, um den verlorenen Wohlstand wiederherzustellen. Als Bluttaten unausweichlich werden, wird aber klar, dass sie etwas Unkontrollierbares entfesselt haben. Das merkt auch Fries, der unversehens Teil der Intrigen wird. Alles scheint mit diesem seltsamen Bild des genialen Malers Cannizzaro zusammenzuhängen. Als dann auch noch ein zwielichtiger Kunsthändler auf den Plan tritt, spitzt die Situation sich weiter zu, der Blutzoll wächst. Wer mit dem Teufel aus einem Napf essen will, muss einen langen Löffel mitbringen…